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Das war unsere Tour durch die Departements Cundinamarca und Meta

 

Am Freitag den 24. August war es soweit. Die Gäste Diana und Tino aus Deutschland betraten zum ersten Mal kolumbianischen Boden. Mit etwas Verzögerung durch die Zollkontrolle ging es gleich ins ausgezeichnete Hotel Cosmos 100. Weil nur dieses Paar an der Tour teilgenommen hat, waren wir sehr flexibel und sie reisten schon einen Tag früher als geplant an. Nach dem Check - in ging es gleich los um die Umgebung zu erkunden. 

Am Samstag stand der Besuch von der Farm San Pedro an. Eine köstliche Hühnersuppe, Ajiaco genannt, stärkte uns für die Heimfahrt.

Sonntag war eigentlich die Fahrt auf den Aussichtsberg Monserrate geplant. Durch den Feiertag am darauffolgenden Montag waren (zu) viele Touristen da und wir beschlossen diesen Part zu verschieben. Tino und Diana hatten eine Woche später die Möglichkeit den herrlichen Ausblick über die 8 Millionen Stadt zu genießen. 

Montag war der Besuch bei einer guten Freundin am Plan. Agraringenieurin Andrea begeistert mich von mal zu mal. Was sie aus dem organischen Kaffee von der Finca La Primavera herauszaubert, ist erstaunlich. Bei jedem Cupping verblüfft mich, dass der Kaffee noch immer besser wird. Mit einer Pre Fermentation von 24 Stunden und einer 24 Stündigen Fermentation nach dem entpulpen, hat sie eine wunderbare Tasse erzielt. 

Am Dienstag nahmen wir uns die Zeit um alle Kaffees deren Fincas wir besuchten, zu cuppen. Meine beiden Gäste waren von der Professionalität die Ivan gezeigt hat, begeistert. Nicht umsonst ist er regelmäßig zur Auswahl der Cup of Excellence Kaffees als Q - Grader eingeladen.

Am Mittwoch, eigentlich einen Tag früher als geplant, machten wir uns auf den Weg nach Mesetas im Departement Meta. Begleitet hat uns Señora Cielo (übersetzt - Himmel), die auf der Chinesischen Botschaft in Bogota war um ein Visum zu lösen. Die Ehefrau von meinem langjährigen Freund Edwin ist von der Chinesischen Regierung eingeladen um Kolumbien in China zu präsentieren. Dass wir einen Tag früher als geplant nach Mesetas fuhren, hatte den Grund Edwin zu überraschen um seinen 36. Geburtstag zu feiern. Da wir uns aber erst am Abend meldeten, kam er nicht von der Farm in Jardin de Las Peñas nach Mesetas. Wer kann es ihm verdenken? Schließlich müsste er auf 25 Kilometer schlechter Schotterstraße mit dem Motorrad in die Stadt kommen. 

Donnerstag ging es dann über die oben genannte schlechte Strasse zur Farm Arizona. Trotz meines Allrad Betriebenen Fahrzeuges erwies sich der Weg nach oben als (fast) nicht zu bewältigen. Bei einer Kuppe mit riesigen, rutschigen Steinen drehten die Räder des Autos durch. Nach oben keine Chance, also ließ ich das Fahrzeug langsam zurück rollen. Jedoch an dieser Stelle war loser Sand. Der rechte Hinterreifen vergrub sich förmlich in den Sand. Da es oben am Berg stark zu regnen begann, kamen immer mehr Kaffee Pflücker talwärts. Für die war es natürlich ein Spektakel, dass der "Gringo" trotz Allradantrieb nicht auf den Berg kam. Mit Hilfe eines Seils und mit Menschenkraft wurde mein Fahrzeug aus der misslichen Lage befreit. Aus Vernunft beschlossen wir, dass ich mit dem Auto in das nächste Dorf zurück fahre und Diana und Tino mit den erfahrenen Motorrad Fahrern den Weg zur Finca nehmen.

Der nächste Tag war abseits von cupping und Kaffee. Nach dreißig Jahren sass ich wieder einmal auf einen Pferderücken. Für meine Gäste war es eine Premiere. Mit guten Guides und an das vordere Pferd angebunden, ging es zu zwei herrlichen Wasserfällen. So abgelegen wie diese sind, und auch nach Auskunft unserer Reiseleiter waren wir die ersten Ausländer die dieses Spektakel der Natur erleben durften.

Zurück nach Bogota ging es am Samstag. Ganz gemütlich nach dem Frühstück um 10 Uhr ging es los. Die Strasse Richtung Villavicencio im Norden ist relativ gut ausgebaut. Verkehr war kaum vorhanden. Bis wir nach Villavo, wie die Hauptstadt des Departements Meta von den Einheimischen benannt wird, kamen. Hier begrüssten uns Sintflutartige Regenfälle und die Wassermassen liefen in Sturzbächen abwärts. Bei der Ausfährt aus der Stadt war es dann soweit. Stau, aber ein richtiger Stau mit kompletten Stillstand. Bei Pipiral, 13 Kilometer vor uns war eine Mure abgegangen. Die Strasse war nur einspurig befahrbar. Für eine Strecke die man normalerweise in 6 Stunden schafft, benötigten wir 14. Angst vor Hunger oder Durst braucht man nicht haben. Mobile Verkäufer haben dieses Gewerbe für sich entdeckt und es fehlt an nichts. 

Den Sonntag nutzen Tino und Diana um auf den Monserrate zu fahren. Auch waren einige gute Kaffeeröster und Cafebars am Programm.

Für Montag hatten die Beiden einen Flug an die Karibische Küste nach Santa Marta gebucht. Bevor ich sie nachmittags auf den Flughafen brachte, trafen wir noch Farin Useche. Der Kaffeeproduzent, ein langjähriger Bekannter der mit seiner Frau Cecilia eine kleine Farm in Acevedo im Departement Huila betreibt, wollte unbedingt meine deutschen Gäste kennen lernen. Also setzte er sich Sonntag Abend in den Bus um zeitig am Morgen in Bogota einzutreffen. Die prekäre Lage der Kaffeebauern hat ihn dazu entmutigt den Chef und Röster von der Schmole Kaffeerösterei persönlich zu treffen und ihm ein Muster mit zu geben um es in Pirna zu rösten und verkosten.

 

Bedanken möchte ich mich bei unseren Kaffeeproduzenten, welche nicht nur hervorragende Arbeit leisten, sondern auch herzliche und freundliche Gastgeber sind. Es macht immer wieder Spaß Euch zu besuchen!

Mein größter Dank gilt Diana und Tino! Ihr ward wunderbar! Trotz einiger un geplanter Dinge, ich sage nur umgefallenes Polizeimotorrad, Stau, Auto stecken geblieben oder google maps reagiert nicht, war es eine erlebnisreiche, lustige und lehrreiche Tour. Ihr habt Euch das kolumbianische "Tranquillo" (nur ruhig) zu Herzen genommen und es war mir eine Ehre Euch dieses wunderbare Land näher zu bringen. Ich hoffe Ihr habt es genauso genossen und es würde mich freuen wenn wir uns wieder einmal über den Weg laufen.

DANKE, DANKE, DANKE                                                                                                

Im Secador mit Agraringenieurin AndreaIm Secador mit Agraringenieurin Andrea

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